Im Juni lag die Inflationsrate der Euroländer im Durchschnitt bei 2,7 Prozent. Ein stabiles Preisniveau liegt bei 2,0 Prozent. Daraufhin hat nun die Europäische Zentralbank reagiert und zum zweiten Mal in diesem Jahr die Leizinsen um einen viertel Prozentpunkt erhöht. Die EZB gibt mit nunmehr 1,5 Prozent das Geld an europäische Banken aus und versucht damit die Inflationsrate einzudämmen.
Seit der globalen Wirtschaftskrise lieh die EZB nun fast 2 Jahre für ein Prozent das Geld aus, um damit die Wirtschaft anzukurbeln. In starken Industrienationen, wie auch Deutschland, hatte diese Maßnahme ihren Zweck nicht verfehlt und die Wachstumszahlen nach der Krise, wieder ordentlich dastehen lassen. Das quasi geschenkte Geld ist aber auch der Auslöser für steigende Inflation, weswegen die EZB nun reagierte.
Kritiker sehen in der Erhöhung eine „grobe Fahrlässigkeit“ wie zum Beispiel DGB-Chef Matecki: „Bereits ohne diesen Zinsschritt befinden sich Länder wie Griechenland und Portugal am ökonomischen, sozialen und politischen Abgrund“
Ob dieser Zinsschritt die stagnierende Wirtschaft der Krisenländer noch weiter runter reist, oder ob die Erhöhung auf ein immer noch niedriges Niveau, der richtige Schritt ist, muss die Zukunft zeigen. Die USA, Japan und auch Großbritannien sehen sich aktuell noch nicht dazu ermächtigt die Zinsen zu heben, sie halten an Ihrer Niedrigzinspolitik fest.
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